Unsere Nachtwanderung in Paihia lief dann doch wieder ganz anders als geplant. Zwar ging es erst entspannt - und ganz strikt nach Karte - am Meer entlang, aber als die Sonne dann immer tiefer hinter den Bergen versank und der Weg immer laenger wurde, dachten wir uns, dass so eine Abkuerzung zum Wald den ganzen Marathon vielleicht angenehm verkuerzen koennte...

Naja, aber die Abkuerzung war wohl nicht ohne Grund auf keiner Karte verzeichnet - es gab sie ganz einfach nicht. Naja, so landeten wir immerhin vielleicht an ein paar Ecken, die vor uns kein anderer Touri betreten hatte, aber die gewuenschten nachtaktiven Tierchen haben uns leider nicht beehrt.
Und dann waren es nur noch 5! Tanja und Domenik sind in Paihia geblieben, wir anderen zogen weiter. Auf nach Wairere. Dort gibt es einen Boulder-Park. schlichte Wanderwege am Bach entlang, grosse Steine ueber die man klettern kann (aber nicht soll) und jede Menge dichten Wald.


Danach ging es direkt weiter bis nach Opononi. Dass uns dort weisse Sandduenen empfangen wuerden, hatten wir zwar gelesen, aber der Anblick der sich uns ganz ploetzlich und unvorbereitet nach dem letzten gruenen Huegel bot, laesst sich kaum beschreiben. Leider gabs es dort keinen Platz zum Halten und Fotosmachen, aber vielleicht beschreibt es ein "IRRE" ganz treffend.


Also auf zum naechsten Lookout! Tiefdurchatmen! Gucken! Wahnsinn!

Wir haben dann einfach noch bis zum Sonnenuntergang gewartet. Max, ich hab das Sonnenexperiment gestartet. Fazit: Von rechts nach links! Die entprechende Bilderserie reiche ich dann mal nach...


Den naechsten Tag haben wir mehr oder weniger mit praktischen Dingen vertroedelt. So eine Tour in den hoechsten Norden muss eben auch gut vorbereitet werden. Und so musste Max uns Weiber zum naechsten Supermarkt fahren. Leider war der 90 Kilometer entfernt in Dargaville, wir waren also stundenlang unterwegs, nur um das "Noetigste" zu kaufen. Immerhin haben wir auch noch etwas Kultur zwischen geschoben und uns den aeltesten (1200-2000 Jahre)und groessten Kauri-Baum Neuseelands angesehen: Tane Mahuta!

Zurueck im Camp ging es dann zur so genannten "Summer Jam". Vielleicht bin ich als Berliner da n bissel voreingenommen, aber die Party war kein echter Kracher. Mehr so ein Dorffest. Egal, man muss ja nicht immer zu den Letzten gehoeren, die nach Hause wanken.
Ab in den Norden. Von Opononi ueber Rawene mit der Autofaehre nach Rangiora und dann im Dauerregen nach Ahipara zur Shipwreck Bay. Und weil das Wetter so aetzend war, gleich weiter hoch bis nach Pukenui. Dort hatten wir ein ganz lauschiges Plaetzchen auf einem Berg, mit freiem Blick auf die Bay.


Am naechsten Tag goennten wir uns und den Autos einen befahrbaren Abstecher zum 90 Miles Beach. Sand, Sand, Sand! Und ganz viel Wind!



Und keine 100 Meter weiter: Gruen, gruen, gruen! Schon verrueckt!

Von Waitiki Landung aus haben wir uns dann die volle Ladung Riesenduenen gegeben. Mit nicht mehr als dem guten Willen ausgestattet ging es ganz hoch hinaus und dann rollend wieder runter. Welch ein Spass und welch eine Sandschlacht. Wenn nur das Hochkrachseln nicht waere...





Gut, dass wir immer alles dabei haben und so gab es danach noch ein Picknick vor schoenster Kulisse!

Am naechsten Tag haben wir uns dann Sandboards ausgeliehen und die Duenen erneut erobert.



Danach ging es ueber eine krasse Schotterpiste bis nach Cape Reinga - Knoepfchen, Erdmaennchen und auch Jochen haben wirklich alles gegeben. Noerdlicher kommt man hier nur mit Genehmigung. Uns hat's gereicht.



Nun geht es wieder Richtung Sueden, in Keri Keri trennen sich dann wohl leider die Wege, die einen muessen dringend arbeiten, die anderen ganz schnell auf die Suedinsel - es gibt noch so viel zu sehen...
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen