Deshalb – oder weil wir einfach alle einen Kaffee brauchten – haben wir uns dann noch in den Garten des Hostels gesetzt und ne Runde das Traumland Neuseeland auseinander genommen. Knöpschens neue Besitzer haben also jede Menge „muss-man-gesehen-haben“ Tipps von uns bekommen. Danach sind wir direkt zur Post (!) gegangen und haben den Besitzerwechsel offiziell gemacht, eine reine Formsache, in Neuseeland für schlappe 9,20$ zu haben.
Ein Auge weint (weil nun ein weiterer Abschied naht) das andere lacht (weil Immo und Maren genau die Richtigen für den kleinen Offroader sind).
Als Herdis und ich dann so durch Christchurch bummelten – wirklich ne ganz schnuckelige Stadt – und beim Inder saßen, kam da doch die Astrid über die Kreuzung gehuscht. Die Welt ist klein und Neuseeland ein Dorf. Astrid war schon bei meinem ersten Stopp in Auckland dabei, dann auch zufällig an meinem Geburtstag und nun noch mal zum Abschied. Cool!


Aber das Beste: Herdis uns ich konnten noch eine weitere letzte Nacht im Van pennen!
Am nächsten Morgen stand dann der fliegende Wechseln an: die einen zogen ins Hostel, die anderen ins Auto! Logisch, dass man diesen historischen Moment festhalten muss:

Irgendwann gegen Mittag gab es dann zur Abwechslung mal kein selbst geschnippeltes Frühstück, sondern selbst bestelltes, irgendwo in der Stadt, mit Herdis Freundin Anja.
Danach musste ich wohl oder übel mal meinen Rucksack packen, nicht dass in den letzten Monaten sonderlich viel Zeug dazu gekommen wäre, aber auch das Bisschen muss für einen Marathonflug ordentlich verstaut werden, ne. Am Abend sind wir dann sogar noch ins Kino gegangen, wenigstens ein Punkt, der noch von der langen Liste gestrichen werden konnte. „Little Miss Sunshine“ war einfach nur toll, endlich mal ein Film, der den Zuschauer mit einem breitem Lächeln nach Hause schickt.
Der Mittwoch war dann mein absolut letzter Tag am anderen Ende der Welt. Ich gebe zu, die Tatsache hat mich fast ein bissel von hinten erwischt. Denn alles fing wie immer an: entspanntes Frühstück im Sonnenschein mit Maren und Immo. Aber irgendwann stand dann doch die letzte Fahrt an – zum Flughafen. Ich hasse Abschiede, das wird sich wohl auch nicht mehr ändern...
Die Flüge über Sydney, Singapur und London waren an sich bestimmt okay, aber ich hab einfach nicht schlafen können. Mein Kopf war zu voll, zu beschäftigt und bemüht all die Eindrücke der letzten vier Monate zu verarbeiten! Ich glaube mittlerweile, dass das noch eine ganze Weile brauchen wird. Eins steht aber fest: Die Zeit war genial – und sie klingt nach!
Einen ganz fetten Dank an all die lieben Menschen, die ich begleiten durfte, die mich ein Stück mitgenommen haben und die ich hoffentlich ganz bald irgendwo wieder treffen werde!

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