
"Ich bin dann mal weg" hab ich 2006 für 4 geniale Monate gesagt. Ab in den Flieger ans andere Ende der Welt: erst Australien und dann Neuseeland! Und weil diese Zeit zu schön war, um sie mit den Daheimgebliebenen nicht teilen zu wollen, gibts diese Seite hier. Und eins schonmal vorab: Der Pelikan hat den Kiwi getroffen, den lässigsten Vogel der Welt! Zwar erst beim zweiten Neuseeland-Besuch, aber das ist eine lange Geschichte...
31. August 2006
014 - Cairns - Ein Tag wie immer!

28. August 2006
013 - Cairns - Was soll sein?!
24. August 2006
012 - Cairns - Tach Herdis und Tschuess Nani!

20. August 2006
011 - Cairns - Relaxen - Dome - Kuranda

17. August 2006
010 - Airlie Beach - Mission Beach - Cairns


14. August 2006
009 - Whitsundays oder die Schildkroetensuche
Gestern Abend haben wir uns nochmal - kann ja nix schaden - n Bierchen gegoennt und da versuchte doch tatsaechlich so ne olle Bar-Blondine uns ueber den Tisch zu ziehen. Aber denkste, n bissel rechnen koennen wir auch, und wenns drauf ankommt auch auf unserm Recht bestehen. Das Thema war also schnell erledigt.
Leider war der Wind heute nicht in Hoechstform, so dass es ganz gemaechlich zur Blue Pearl Bay ging. Also ab in die Flossen, Brille aufgesetzt und Schnorchel rein. Fuer Nani kein Problem. Ich dagegen muehte mich kraeftigst mit der Mund-Atmung ab und bin nun abschliessend davon ueberzeugt, dass die Nase zum Atmen da ist - und der Mund zum Essen. So viel Wasser wie ich geschluckt habe...13. August 2006
008 - Airlie Beach und Whitsunday Sailing
Gestern haben wir den ganzen Tag im Schatten abgehangen und dem verlorenen Schlaf der letzten Nacht nachgetrauert, zwischendurch haben wir uns immer wieder dran erinnern muessen, dass wir hier WIRKLICH irgendwo am Strand in AUSTRALIEN sind - so schoen isses! Am Abend gabs noch ein Bier - die sind sooo klein hier, dass uns auch ein "unmoralisches Angebot" eines Club-Besitzters NICHT ueberzeugen konnte - bei Live-Musik. Unser 8-Mann-Schlafsaal war zwar erst ne Herausforderung, aber irgendwann kriegt man auch das nicht mehr mit. Um 07:00 Uhr schmiss uns der Wecker aus den Traeumen und ab ging es zum ersten Tagesausflug nach Whitsunday.

Nach dem Bus gings direkt auf unser Schiff. Was wir bei der Buchung irgendwie total ueberlesen haben oder einfach nicht wahr haben wollten: unser Schiff war eine preisgekroente Racing-Maschine.


Solange der Motor lief war noch alles wie auf dem Kinderkarussel, aber als die Segel gesetzt waren, ging das Abenteuer los. Nani schickte wohl stille Gebete los, ich dachte mir, dass die Crew den Eindurck machte, nicht den ersten Tag auf dem offenen Meer unterwegs zu sein und schenkte ihnen daher mein volles Vertrauen. Die Schraegstellung und das Tempo hatten schon was!

Nach zwei anstrengenden Stunden Segeln konnten wir die Zeit in Ruhe an einem - sorry, ich will wirklich niemanden nerven - wunderschoenen Strand verbummeln. Ich lass dann einfach mal Bilder sprechen, um mich nicht wiederholen zu muessen!



Auf unserem Rueckweg war der Wind dann weniger stark und das fand ich dann fast schon wieder langweilig... Aber es gab ne kleine Knotenschulung an Bord und dann waren wir auch schon wieder "daheim" in Airlie Beach. Gleich holen wir uns was zum Beissen und morgen werden wir dann schnorcheln gehen, ich hoffe ganz doll, dass sich dann endlich mal ne kleine Schildkroete blicken laesst - das wird einem doch in jedem Reisefuehrer versprochen, oder?!
12. August 2006
007 - Byron Bay - Brisbain - Hervey Bay und Fraser Island
Endlich! Also an mir hats nicht gelegen, aber in den letzten Tagen gab es entweder gar kein Internet oder nur zu exorbitanten Preisen ... also folgt hier nun ein kleiner Rueckblick!

Byron Bay hat uns auch am letzten Morgen mit einem grossen Regenbogen bei Weissbrot (ich kanns jetzt schon nicht mehr sehen) und Latte verabschiedet.

Dann startete unsere kurze Bustour nach Brisbain. Leider kamen wir dort dann aber doch zu spaet fuer alles an. Das Hostel lag nett, aber eben doch beschwerlich weit auf einem kleinen Huegel, der uns mit unseren Rucksaecken unmenschlich hoch vorkam. Das Zimmer war dann eine kleine Ueberraschung: eine 2-Mann-Bude mit leichtem Zellentrackt-Flair. Egal, schnell geduscht ging es ab in die Stadt - und die machte sich zu diesem Zeitpunkt schon nachtfein, soll heissen: bis auf einen kurzen Blick in den Botanischen Garten haben wir nicht mehr viel sehen koennen. Okay, dann haben wir halt einfach mal so lange gelesen, wie WIR wollten oder besser bis Nani muede war. Ich hab danach bei Taschenlampenlicht weiter "Entwined" verschlungen, welch ein Schmoecker vom Grabbeltisch irgendwo in Sydney!



Am naechsten Tag ging es Punkt 12:00 Uhr los Richtung Hervey Bay. Aber nach gut 2 Stunden ging dann mit dem Greyhound-Bus nix mehr. Irgendein Motorschaden, an dem sich erst der Busfahrer selbst, dann irgendein ein Spezialist und schliesslich keiner mehr versuchte.

Man schickte uns nach weiteren 2 Stunden endlich einen Ersatzbus aus Brisbain hinterher. Okay, ich will mich nicht beschweren, wir hatten immerhin ein Klo und McDoof in der Naehe. Und eine etwas verpeilte Barbara aus Bayern meinte, uns unterhalten zu muessen - nur leider stank sie auch um 16:00 noch nach dem Alkohol der letzten Nacht und fand sich selbst am lustigsten. Naja, ich kann dann ja auch auf stur schalten und einfach lesen...
Gegen 19:30 Uhr setzten uns dann der Ersatzbus endlich in Hervey Bay ab. Was nach einem netten Stranddorf klingt zog sich in Wirklichkeit ueber Kilometer hin und auf uns wartete diesmal kein Pickup-Service. Der Busfahrer muss uns die stille Verzweiflung angesehen haben, also durften wir nochmal einsteigen und er brachte uns bis vor die wirklich weit entfernte Hosteltuer - unser Held des Tages! Einchecken dann kurz vor der Angst, und dann gings uns schon viel besser!
Am naechsten Morgen startete dann unser Ausflug nach Fraser Island. Also man hat ja schon viel von schoenen Insel gehoert oder gelesen, sie vielleicht auch schon mal gesehen, aber man flippt doch jedes Mal aufs Neue aus: WEISSER SAND + GLASKLARES WASSER = GENIAL! Aber der Reihe nach: Am Hafen begruessten mich (ich nehms mal einfach persoenlich!) ganz zauberhafte Pelikane! Bei ihrem Anblick hab ich wohl nur ein paar duemliche Laute von mir gegeben, jedenfalls brach Nani - und alle anderen in der Naehe befindlichen Unbeteiligten leider auch - in einen lauten Lacher aus. Ich muss wohl sowas wie: "Aaaauuuaggh - Nani - Pelikane" gesagt haben. Naja, da war eben echte Freude, glueckliches Wiedererkennen oder so.


Mit der Faehre gings erstmal rueber nach Fraser, dort erwartete uns dann Dave, ein ziemlich durchgeknallter Ranger, der ins in den naechsten beiden Tagen die Highlights der Insel und den besonderen Humor der Aussies naeherbringen sollte. Der Typ war sein Geld echt wert! Naja und so stiefelten wir auch schon ziemlich schnell ziemlich weit durch den Regenwald, huepften in beschauliche Seen, suchten Dingos und Koalas. Ganz grossartig!




Genaechtigt haben wir in (man sagt ganz umweltfreundlichen) Lodges. Auch die waren ihr Geld wert, nur kann man sich ja leider nicht seine Zimmermitbewohner aussuchen, und so gerieten wir zum wiederholten Male an eine etwas verbissene Helen aus England (Lehrerin..., wir nennen sie heimlich Mount St. Helen) und eine ganz eifrige Packfreundin aus Japan: Jede Socke muss morgens und abends unbedingt umgepackt werden, gerne bei Festtagsbeleuchtung und wenn alle anderen schlafen moechten. Und wer mich kennt weiss, dass mir mein Schlaf heilig ist....
Naja, der naechste Tag fuehrte uns dann zu anderen verborgenen Stellen der Insel. Nani "verfachtete" ich diesmal nach vorne zum Ranger. Der fragte, wer vorne sitzen will und weil Nani tags davor so ne Andeutung gemacht hatte, hab ich mal spontan meinen Arm gehoben. Ich glaube da vorne wurde sie nachmehr durchgeschuettelt als wir da hinten in der Touriklasse, aber zusaetzlich musste sie Dave nun auch noch zuhoeren *grins*




Ach ja, neben den genannten Pelikanen haben wir tatsaechlich einen Dingo am Strand rumstreunern gesehen und die Papageien sitzen hier in jeder Palme und machen einen maechtigen Krach!


Gestern Nacht haben wir dann Hervey Bay verlassen und sind heute frueh ziemlich uebermuedet in Airlie Beach angekommen, von hier aus werden wir uns zwei Tage Whitsunday geben. Bin ja mal gepannt, wie ich das Segeln verkraften werde (Flotti ich hoffe, mich erinnert nicht zu viel an unser "Liebesschiff").
6. August 2006
006 - Byron Bay - Land unter!

4. August 2006
005 - Sydney - Strand & Flut
Gestern konnten wir endlich das unsagbar schlechte Nomads Maze verlassen und ins YHA Central in Sydney umziehen - nur die Strasse hoch und die Welt war eine andere, folgender Vergleich trifft es vielleicht noch am ehesten: Ein Tausch "Hundehuette gegen Loft". Hier noch ein Bild aus dem Zwinger:
Das neue Hostel hat nicht nur saubere Zimmer, sondern auch super Duschen, gemuetliche Ecken zum Abhaengen und nette Leute im Office. Es war also ein bissel wie "Nachhausekommen". Bestens! Nach einer wohlverdienten Dusche haben wir uns gleich aufgemacht, das Surfer-Paradies Bondi Beach zu entdecken, also ab in die Metro (ein Fluesterdoppelstockzug) und dann in den Bus.
Dort angekommen, haben wir uns in den weissen Sand gesetzt und den mutigen Jungs auf ihren Brettern zugeschaut. Das Meer scheint eine wahnsinnige Kraft zu haben. Als wir dann noch einen kleinen Spaziergang ueber die Klippen gemacht haben, kamen uns unzaehlige Jogger entgegen. Die Stadt scheint sowieso irre sportlich zu sein. Gegen 06:00 Uhr sieht man die Ersten beim Treppentraining an der Oper, mittags dann die ganzen Buisinesstypen in ihre Pause durch die Strassen flitzen und am Abend kommen alle gluecklich aus den Fitnesscentern. Naja, wir erlaufen immerhin das meiste... Obwohl, an einem unserer Abende hier sind wir gleich drei Runden mit der Monorail gefahren. Das ist so eine kleine Bahn, die die City hier umkreist. Man sitzt zu sechst in kleinen Kabinen und fuehlt sich so ein bissel wie auf dem Rummel.

Vielleicht noch ne kleine Auffaelligkeit vom anderen Ende der Welt: Die Ampeln hier erinnern an Telespiele aus Kindheitstagen. Wenn man endlich mal ueber die Strasse darf, dann ertoenen ganz seltsame Geraeusche, die klingen schon so nach "Lauf jetzt gaaaanz schnell, sonst stehste hier noch ewig - versprochen!".
Geld ausgeben macht hier eigentlich Spass, auch wenn wir nix Bleibendes kaufen koennen, weil wir das ja alles in unseren Rucksaecken mit Muskelkraft schleppen muessten, aber das Geld ist hier so schoen bunt! Da kann der Euro einpacken:
Nun neigt sich unsere Zeit in Sydney dem Ende entgegen. Und die Stadt zeigt sich entsprechend: heute kommt das Wasser in unbekannten Mengen von oben, die Strassen werden zu reissenden Fluessen. Also konnten wir heute (wir waren wieder viel zu frueh wach) nur von einer Ueberdachung zur naechsten springen, einen Kaffee nach dem anderen trinken, zwischendurch Sushi-Rolls (das Billigste neben dem Telefonieren in dieser Stadt) essen und das Noetigste erledigen, also die Busfahrten und Hostelbetten fuer die kommende Woche sichern. Dabei ist uns aufgefallen, dass die Maenner hier eindeutig besser drauf (immer ein Laechern und mindestens einen lustigen Spruch parat) sind als das weibliche Personal (grimmig, wortkarg und langsam - aber man kommt eben nicht immer um sie herum). Immerhin ist das geklaert!
Morgen werden wir ab 07:00 den halben Tag im Bus verbringen und nach Byron Bay fahren. Dann geht es ueber Brisbane nach Fraser Island - aber die safety Variante in ordentlichen Betten, reicht ja wenn wir die spannenden Tiere bei Tageslicht und in Begleitung eines Guides sehen, ne?! Und hoffentlich haben wir dann wieder Sonnenschein satt, damit wir das blaue Wasser und die weissen Straende auch geniessen koennen!
Ach ja, dieser schraege Vogel stolziert hier ueberall rum - ist doch n bissel was anderes als die gemeine Berliner Taube *grins*.
Okay, das wars dann erstmal vom suedlichsten Zipfel unserer Australientour. Bis bald!
2. August 2006
004 - Sydney - Tag 2


1. August 2006
003 - Sydney - im Wachkoma!
