Gestern konnten wir endlich das unsagbar schlechte Nomads Maze verlassen und ins YHA Central in Sydney umziehen - nur die Strasse hoch und die Welt war eine andere, folgender Vergleich trifft es vielleicht noch am ehesten: Ein Tausch "Hundehuette gegen Loft". Hier noch ein Bild aus dem Zwinger:
Das neue Hostel hat nicht nur saubere Zimmer, sondern auch super Duschen, gemuetliche Ecken zum Abhaengen und nette Leute im Office. Es war also ein bissel wie "Nachhausekommen". Bestens! Nach einer wohlverdienten Dusche haben wir uns gleich aufgemacht, das Surfer-Paradies Bondi Beach zu entdecken, also ab in die Metro (ein Fluesterdoppelstockzug) und dann in den Bus.
Dort angekommen, haben wir uns in den weissen Sand gesetzt und den mutigen Jungs auf ihren Brettern zugeschaut. Das Meer scheint eine wahnsinnige Kraft zu haben. Als wir dann noch einen kleinen Spaziergang ueber die Klippen gemacht haben, kamen uns unzaehlige Jogger entgegen. Die Stadt scheint sowieso irre sportlich zu sein. Gegen 06:00 Uhr sieht man die Ersten beim Treppentraining an der Oper, mittags dann die ganzen Buisinesstypen in ihre Pause durch die Strassen flitzen und am Abend kommen alle gluecklich aus den Fitnesscentern. Naja, wir erlaufen immerhin das meiste... Obwohl, an einem unserer Abende hier sind wir gleich drei Runden mit der Monorail gefahren. Das ist so eine kleine Bahn, die die City hier umkreist. Man sitzt zu sechst in kleinen Kabinen und fuehlt sich so ein bissel wie auf dem Rummel.

Vielleicht noch ne kleine Auffaelligkeit vom anderen Ende der Welt: Die Ampeln hier erinnern an Telespiele aus Kindheitstagen. Wenn man endlich mal ueber die Strasse darf, dann ertoenen ganz seltsame Geraeusche, die klingen schon so nach "Lauf jetzt gaaaanz schnell, sonst stehste hier noch ewig - versprochen!".
Geld ausgeben macht hier eigentlich Spass, auch wenn wir nix Bleibendes kaufen koennen, weil wir das ja alles in unseren Rucksaecken mit Muskelkraft schleppen muessten, aber das Geld ist hier so schoen bunt! Da kann der Euro einpacken:
Nun neigt sich unsere Zeit in Sydney dem Ende entgegen. Und die Stadt zeigt sich entsprechend: heute kommt das Wasser in unbekannten Mengen von oben, die Strassen werden zu reissenden Fluessen. Also konnten wir heute (wir waren wieder viel zu frueh wach) nur von einer Ueberdachung zur naechsten springen, einen Kaffee nach dem anderen trinken, zwischendurch Sushi-Rolls (das Billigste neben dem Telefonieren in dieser Stadt) essen und das Noetigste erledigen, also die Busfahrten und Hostelbetten fuer die kommende Woche sichern. Dabei ist uns aufgefallen, dass die Maenner hier eindeutig besser drauf (immer ein Laechern und mindestens einen lustigen Spruch parat) sind als das weibliche Personal (grimmig, wortkarg und langsam - aber man kommt eben nicht immer um sie herum). Immerhin ist das geklaert!
Morgen werden wir ab 07:00 den halben Tag im Bus verbringen und nach Byron Bay fahren. Dann geht es ueber Brisbane nach Fraser Island - aber die safety Variante in ordentlichen Betten, reicht ja wenn wir die spannenden Tiere bei Tageslicht und in Begleitung eines Guides sehen, ne?! Und hoffentlich haben wir dann wieder Sonnenschein satt, damit wir das blaue Wasser und die weissen Straende auch geniessen koennen!
Ach ja, dieser schraege Vogel stolziert hier ueberall rum - ist doch n bissel was anderes als die gemeine Berliner Taube *grins*.
Okay, das wars dann erstmal vom suedlichsten Zipfel unserer Australientour. Bis bald!