17. August 2006

010 - Airlie Beach - Mission Beach - Cairns

An unserem letzten Abend in Airlie Beach haben wir uns mit "Snakebite", einer gefaehrlichen Mischung aus Bitter-Bier, Cider und Himbeersirup, die Kante gegeben. Das fing ganz harmlos an, schmeckte einfach gut und so kam nach dem ersten Krug der zweite auf den Tisch - und dann wurde es RICHTIG LUSTIG. Wir haben uns nicht mehr eingekriegt. Am Nachbartisch hat man uns belustigt zugesehen, und irgendwann war der Mann so gut uns ein Stueck Pizza anzubieten, wahrscheinlich war ihm klar, dass ne Grundlage im Magen das Schlimmste verhindern koennte. Naja, als ich des naechstens mal wach wurde, dachte ich nicht, dass es moeglich waere den naechsten Tag unbeschadet im Bus verbringen zu koennen. Am naechsten Morgen was das aber zum Glueck vergessen.



Also ging es los Richtung Mission Beach...


Wieder 9 Stunden im Bus, aber die Landschaft und ein gutes Buch in den Haenden machten die Tour zum Kurztripp! Mission Beach selbst kann gar nichts - diesen Tipp hatten wir schon in Berlin bekommen - aber das YHA sollte ganz zauberhaft sein. Okay, das Treehouse hat schon seinen Charme, aber unsere Haare hatten wohl zu oft einen Kamm und unsere Koeper zu oft ne Dusche gesehen, wir wurden dort nicht so richtig warm. Vielleicht waren uns die Viecher an den "Zimmerdecken" auch einfach nicht geheuer. Schon allein die 8 Kilometer kurze Fahrt ins Hostel hat uns fast die ganze Erholung der letzten 14 Tage gekostet: Der Pickup-Service (in zottliger Deutscher, der sich weigerte auch nur ein Wort zu viel mit uns zu wechseln, egal in welcher Sprache) fuhr wie in Henker, seine kurze Fuehrung durch die Anlage war auch ein Witz. Wir brauchten danach erstmal n Schluck Wasser und trockenes Brot mit Kaese (unser einziges Mahl, das wir uns in der kurzen Zeit, die er uns im Supermarkt goennte, kaufen konnten) um von diesem Hetztripp wieder runter zu kommen. Ach ja, immerhin empfing uns im Dunkeln ein kleines Kaenguruh! Ganz schnuffig - aber wir hatten ja keine Zeit fuer ein Foto. Naja, wie auch immer. Auf jeden Fall meinte dann ein australischer Typ, uns mit guten Tipps versorgen zu muessen. Und so fanden wir uns am naechsten Morgen ploetzlich am Strand wieder, um auf eine Faehre zu warten, die uns nach Dunk Island bringen sollte. Waehrend wir uns noch fagten, wie man die wohl besteigen sollte - es war naemlich weit und breit kein Steg zu sehen - verklickerte uns der gleiche Typ, dass die Faehre wohl auf der anderen Seite "out of order" waere und wir unsere Tickets wieder gegen Bares tauschen koennten. Wir sind seinen wirklich n bissel nervigen Animationsversuchen nur entgangen, weil wir mal eben in ner Kofihall verschwunden sind. So lange wollte er dann zum Glueck nicht auf uns warten. Also haben wir uns allein auf den Weg gemacht: ganz gemuetlich den Strand entlang - was anderes hatten wir auf der 10 Kilometer weit entfernten Dunk Island wohl auch nicht gemacht. Denn warum sollten Krokodile eine Insel meiden, wenn der Festlandstrand ihretwegen nicht zum Baden frei gegeben ist ... Und der Spaziergang war wirklich schoen. Der ganze Strand war voll mit Kunstwerken von kleinen Krebsen. Ich glaube ja, dass die von uns Menschen noch nicht entschluesselte Zeichen an E.T. & Co schicken. Aber macht euch doch selbst ein Bild:



Nani sammelt am Strand noch ne Kokosnuss auf und hat sich - ich bewundere ihre Geduld - stundenlang an ihr versucht. Robinson Junior waere stolz auf sie gewesen. Hier zwei Bilder zwischen denen geschlagene 24 Stunden liegen...



Auf dem Rueckweg wollten wir ganz clever sein und uns nicht freiwillig dem Gehabe des zottligen Bus-Shuttels aussetzen und lieber allein durchs Gruene traben. Und da gab es einen, vor langer Zeit sicher mal ganz beschaulichen Wanderpfad am Wasser entlang, den haben wir mal spontan betreten. Aber nachdem Larry ueber das Land gefegt ist, war da leider nix mehr beschaulich, im Gegenteil, ueberall raschelte es, die Baeumen waren ein einziges Knaeul und wir wollten da nur noch raus. Die naechste Moeglichkeit Licht zu sehen, haben wir auch genutzt - und da kam dann grad der Bus. Ich hab allen guten Vorsaetzen zum Trotz den Arm gehoben und der Typ war dann mal so freundlich uns aufzugabeln und in einem menschlichen Tempo zum Baumhaus zu kutschieren. Dort gings direkt unter die Dusche - man weiss ja nie - und dann ab in die Haengematten. Und die zweite Nacht war dann auch schon nicht mehr ganz so schlimm!



Trotzdem sind wir froh, nun in Cairns gelandet zu sein. Ein 9-Bett-Zimmer verliert auch seinen Schrecken nach zwei Naechten mit Geckos oder so im Zimmer... Und hier in Cairns sassen grad 60 (!) Pelikane am Strand - hier bleib ich laenger *grins*

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