26. September 2006

023 - Rotorua - Hamilton - Whakarewarewa - Taupo

Letzte Woche Freitag war es dann endlich soweit, Julia hatte die Vans erfolgreich mit Kiwis und einer Handvoll Sonnenblumen bemalt, der Wochenendverkehr legte Auckland und Umgebung lahm und wir waren ab 17.00 Uhr auch mit dabei. Bei meinem Ausparkmanoever auf steiler Strasse mit kurzem alle Umstehenden irritierenden Knall (keine Sorge, nix passiert, das koennen eben diese unzaehligen Leute bestaetigen, mein Rueckwaertsgang heulte auf lauter als alles andere haette toenen koennen) konnte ich einmal mehr ueber die Gelassenheit der Neuseelaender staunen. Details dazu werden nur fernmuedlich weiter gegeben.

Nach ewigem Stau, Anfahren, andere Zwischenlassen, Ueberholen um den Anschluss nicht zu verlieren und erneutem Stehen, gings dann mit der Dunkelheit und Regen nach Hamilton. Eigentlich wollten wir noch ein paar Kilometer mehr schrubben, aber das haben wir uns dann doch geklemmt. Und so haben wir die erste Nacht in den Autos auf einem der typischen Campingplaetze verbracht. Es war schon n bissel frisch, aber ich war auch zu faul mir all die aus Flugzeugen und Hostels "geborgten" Decken zusammen zu suchen - mittlerweile bin ich da eingespielter.


Am naechsten Morgen ging es dann einen kleinen Katzensprung weiter nach Rotorua, vorbei an sattem Gruen und gluecklichen Kuehen. Dort fanden wir dann einen Platz direkt am Rotorua Lake - soviel Natur tut schon fast weh in den Augen. Direkt heisst hier: keine 2 Meter von den Motorhauben entfernt war schon das klare und kalte Wasser, und unzaehlige schwarze Schwaene mit ihren Kleinen. Okay, direkt daneben setzte eine der unzaehligen Schwefelquellen ihre Daempfe frei, aber das stoerte dann irgendwann auch nicht mehr so arg - das gehoert zu der Ebene hier wohl einfach dazu.




Und so stolperte wir auch auf der Suche nach einer Westpac - eigentlich nur beim ahnungslosen Strassenseitenwechsel - direkt in ein Schwefelfeld. UNGLAUBLICH! Der Gestank, der Nebel und die Waerme. Ein Stege fuehrte mitten durch das Feld und so muss sich wohl Laufen auf Wolken anfuehlen!



Am naechsten Tag ging es dann in das Whakarewarewa Thermal Reserve. Neben verschiedenen Geysiren - u.a. Pohutu der "grosse Spritzer" und Prince of Wales Feathers - gabs ein Kiwi-Haus mit zwei Exemplaren der flugunfaehigen Wahrzeichen Neuseelands (fotografieren strengstens verboten) und ne Maori-Tanzeinlage.



Im Whakarewarewa State Forest schlumperten wir dann durch die Redwood Baeume Kaliforniens. Die wurden hier vor 100 Jahren mal versuchsweise gepfanzt, und siehe da, sie wachsen hier dreimal schneller als unter ihrer heimischen Sonne.



Nachdem wir gestern einen ruhigen Tag mit weiteren Sonnenblumen-Versuchen (Jedes Ding ein Unikat!) verbracht haben, sind wir heute nach Taupo gefahren. Auf dem Weg machten wir noch einen kurzen Abstecher nach Wai-O-Tapu. Also gings es wieder vorbei an nach faulen Eiern stinkenden Blubberloechern, von Arsen leuchtend gruenen Tuempeln und orangefarbene Terassen.





Hier in Taupo gabs nun die volle Auswahl an besten Plaetzen direkt am Waikato-River. Und deswegen haben wir uns auch einen solchen ausgesucht. Sofort begruesste uns ein Entenpaar, das unsere Fahrzeuge unter die Lupe nahm.


Diesmal heisst das nun Campen ohne Dusche, Kueche und Strom - aber das werden wir schon gewuppt kriegen. Dank diverser Einkaufsbummel bei Warehouse, Plastikhouse, Hammer Hardware & Co sind wohl bestens fuers Survivelabenteuer ausgestattet. Und vielleicht bastelt sich Rene ja auch noch ne Angel und dann gibts heut Abend mal Fisch statt Pasta. Das klingt doch nach Urlaub, oder?!

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