Okay, nun sind doch schon 6 Tage in Neuseeland ins Land gezogen, aber ich kann mit gewissem Stolz behaupten, mir schon an Tag 4 einen Van gekauft zu haben. Um ganz ehrlich zu sein - oder um die eventuelle Schuldfrage zu klaeren *grins* - war das nicht allein mein Verdienst. Zum einen sind Daniela und Rene mit einer Engelsgeduld mit mir von einem Car-Market zum naechsten gezogen, obwohl ihr eigener nur zwei Tage frueher erworbener Van auch genuegend Aufmerksamkeit haette erwarten durfte. Rene sass sogar tapfer neben mir, als ich die Probefahrt in Auckland absolvierte. Wir hatten uns zwar eher einen ruhigen Parkplatz gewuenscht, aber es gab dann wohl doch nur ne schnelle Strasse. Keine Ahnung, wie oft ich statt zum Blinker zum Scheibenwischer griff oder wie laut mein Vehikel beim Schalten aufheulte - mir wurde jedenfalls ziemlich heiss. Ist aber auch doof, sich auf den voellig idiotischen Linksverkehr UND die Traktorschaltung am Lenkrad zu konzentrieren. Wie auch immer, der Toyota Townace sollte es dann trotzdem sein. Und so halten mich die Beiden nun seitdem auch noch finanziell ueber Wasser, weil ich wohl saemtliche Tages- und Wochenlimits der guten DB gesprengt habe. Naja, das waere ja alles kein Thema gewesen, wenn ich die 3 Wochen Zeit gehabt haette, die mir eigentlich zum Autosuchen realistisch vorgekommen waeren, dann haette ich ja in Ruhe das Geld sammeln koennen... in ganz kleinen Scheinen! Die hab ich nun nicht gehabt, also warte ich bis die Bank wieder Bares fliessen laesst und investiere zwischenzeitlich Geliehenes in die Innenausstattung meines fahrbaren Zuhauses.

Und so waren wir gestern den halben Tag bei so einer Art OBI, nur eben ganz anders...
In der Holzabteilung kuemmerte sich ein Moari ganz herzallerliebst um unsere Extrawuensche. Erst nur rein theoretisch (weil mein Auto da noch beim Check war) und dann auch ganz praktisch (weil mein Auto dann zwar da war, ich aber keine Ahnung hatte, wie ich ein Bett mit Unterbau in einen Wagen bekommen sollte). Der gute Mann hat mich zwischendurch alibimaessig mal ein paar Striche auf Bretter zeichnen lassen, aber ansonsten hat er das ganze Wunderwerk allein vollbracht. Ich betone: einfach so auf dem Baumarkthof, ich hab weder Schrauben noch die Arbeit bezahlen duerfen. Sein einziger Kommentar zwischen lauter froehlichen Pfiffen: "Ich will kein Geld - ich moechte, dass ihr das Land in guter Erinnerung behaltet!" Da steht man dann einfach nur noch sprachlos da!
In der Holzabteilung kuemmerte sich ein Moari ganz herzallerliebst um unsere Extrawuensche. Erst nur rein theoretisch (weil mein Auto da noch beim Check war) und dann auch ganz praktisch (weil mein Auto dann zwar da war, ich aber keine Ahnung hatte, wie ich ein Bett mit Unterbau in einen Wagen bekommen sollte). Der gute Mann hat mich zwischendurch alibimaessig mal ein paar Striche auf Bretter zeichnen lassen, aber ansonsten hat er das ganze Wunderwerk allein vollbracht. Ich betone: einfach so auf dem Baumarkthof, ich hab weder Schrauben noch die Arbeit bezahlen duerfen. Sein einziger Kommentar zwischen lauter froehlichen Pfiffen: "Ich will kein Geld - ich moechte, dass ihr das Land in guter Erinnerung behaltet!" Da steht man dann einfach nur noch sprachlos da!

Und weil mein Van ja nur das halbe Problem war, fuhren wir nach Feierabend mit zu ihm nach Hause. Um auch hier ehrlich zu sein: ER fuhr meinen Van (weil er ja auch Automechaniker ist) und erzaehlte mir von seinen Kindern und seiner Liebe zur Musik. Er wohnte ganz schick an der Bay. Dort wurde dann der Van von Daniela und Rene getunet: Also das Bett mal eben 15 Zentimeter nach oben gesetzt. Kein Thema! Zwischendurch pfiff er sich einfach ein Bier nach dem anderen ein, gab mir noch ungefragt eine Feile und einen Besen damit ich meine Bettkanten schleifen und den Wagen sauber machen konnte und dann sollten wir unbedingt mit zu seinem Bowling-Club kommen - schliesslich ist der Mittwoch sein Bowlingtag. Okay! Also ab ins neuseelaendische Club-Leben. Was macht so ein Bowling-Club? Naja, von schicken alten Damen an Zockermaschinen bis zu alten Herren in Jogginghosen am Billardtisch war alles zu besichtigen, nur keine Bowlingbahn. Rene spielte dann aber immerhin noch zwei Runden Dart und zwar so gut, dass ihm die Herren seiner Mannschaft am liebsten die neuseelaendische Staatsangehoerigkeit uebertragen haetten und die Herren der Verlierermannschaft ihm Australien (!) als Urlaubsland ans Herz legen wollten. Sehr nett! Und unser Maori rief dann sogar noch an, um sich zu erkundigen, ob wir auch gut in unserem Hostel angekommen sind. Kann man so einen Tag toppen?

Keine Ahnung, heute haben wir die Vans mit allem Moeglichen und Noetigen versorgt: also rein, was geht! Julia hat nebenbei ganz nette, coole und geniale Sonnenblumen auf den ersten Van gemalt. Denn "weiss" kann ja jeder. Und weiss mit Blumen ist eben noch schoener, und wenn morgen das Wetter mitspielt, dann zaubert sie uns vielleicht noch kleine Kiwi-Voegel auf den Lack. Und dann... kann die Fahrt beginnen - erstmal in Minikolonne, welch ein Fest!
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