Meine Fluege nach Auckland waren traumhaft. Von Cairns nach Sydney hatte ich das Gefuehl, ueberhaupt nicht der Technik ausgesetzt zu sein: Tramfahren auf Fluestergleisen in Berlin ist um einiges lauter. Dann der Sprung von Sydney nach Auckland: ebenso entspannend, diesmal sogar noch mit Platz ohne Ende, das macht Filmegucken noch viel schoener!
Um 23:30 Uhr landete ich dann in Auckland und vielleicht waren die Jungs am Flughafen auch schon ein bissel muede, auf jeden Fall konnten Sie mit meinem E-Visa auf den ersten Blick so gar nix anfangen. Ich musste mich also ne Weile in die Ecke setzen, gedulden und warten. Dann ging ploetzlich doch alles ganz schnell: Ich hatte meinen Stempel (allen Vorwarnungen zum Trotz auch ohne Nachweise ueber finanzielle Liquiditaet oder einen anstehenden Rueckflug), meinen Rucksack und konnte mich Neuseelands Freiheit stellen. Okay, wo faengt man gegen Mitternacht in einem neuen Land, in einer der groessten Staedte der Welt - ziemlich k.o. und ratlos - an?
Vielleicht mit einer Uebernachtung. Das dachte ich mir auch - und nicht erst am Flughafen. Nein, schon von Australien aus habe ich (erfolglos) versucht, ein Bett in einem Hostel zu buchen. Da gab es immer genau zwei Alternativen: Entweder das Hostel war ausgebucht oder es hatte ein freies Bett aber keinen Nachtportier der auf mich warten wuerde. Bei einem meiner Anrufe landete ich beim "Aloe Tree Lodge" immerhin bei einem Typen, der mein Dilemma verstand. Spott, so sein Name, bot mir an, mich nachts vom Flughafen abzuholen und mich in ein Hostel in der Naehe zu bringen, mich dort fuer 20 Dollar pennen zu lassen und am naechsten Morgen dann dafuer zu sorgen, dass ich ins Aloe kaeme. Ich solle einfach die Kurzwahl 87 an der Infowand am Flughafen waehlen. Okay - das klang gut. Auch wenn ich bis heute nicht verstanden habe, warum er das haette tun sollen.
Vielleicht mit einer Uebernachtung. Das dachte ich mir auch - und nicht erst am Flughafen. Nein, schon von Australien aus habe ich (erfolglos) versucht, ein Bett in einem Hostel zu buchen. Da gab es immer genau zwei Alternativen: Entweder das Hostel war ausgebucht oder es hatte ein freies Bett aber keinen Nachtportier der auf mich warten wuerde. Bei einem meiner Anrufe landete ich beim "Aloe Tree Lodge" immerhin bei einem Typen, der mein Dilemma verstand. Spott, so sein Name, bot mir an, mich nachts vom Flughafen abzuholen und mich in ein Hostel in der Naehe zu bringen, mich dort fuer 20 Dollar pennen zu lassen und am naechsten Morgen dann dafuer zu sorgen, dass ich ins Aloe kaeme. Ich solle einfach die Kurzwahl 87 an der Infowand am Flughafen waehlen. Okay - das klang gut. Auch wenn ich bis heute nicht verstanden habe, warum er das haette tun sollen.

Nun, so uebermuedet und vollbepackt wie ich war, stand ich also vor besagter Wand und checkte die moeglichen Uebernachtungsalternativen. Unter der Nummer 87 verbarg sich ein Flughafenhotel, mit exorbitanten Preisen (wie Spott mir nur 20 Dollar abnehmen wollte, ist mir ein Raetsel). Ich war irritiert, rief aber trotzdem an. Tja, mein Anruf weckte Spott. Seltsam! Er erinnerte sich aber an mich und meinte, in 10 Minuten da zu sein, ich solle in der Halle warten. Naja, das habe ich dann nicht so ganz gemacht. Ich stand eher draussen und sah mir zusammen mit Gauri, einer netten Inderin die ich im Flieger kennengelernt habe, die ankommenden Fahrer an. Und als Spott vorfuhr, waren wir uns einig, dass ich bei dem nicht einsteigen sollte. Okay, ich habe ihn geweckt, und wo auch immer sein Hotel gewesen sein sollte, er hat den Weg in 10 Minuten geschafft - aber sorry, er erfuellte so jedes Klischee eines Typen, der sich freuen wuerde, wenn eine uebermuedete und voellig ortsunkundige Backpackerin in seinen Wagen steigen wuerde... Nee, dann lieber dann doch unter ne Bruecke!

Also hat Gauri ihren Shuttlefahrer (auch ein Inder) belabert und der nahm mich dann erstmal mit in ihr Hotel. Dieses war aber extrem backpackergeldbeuteluntypisch und zum Glueck ausgebucht. Von da aus kuemmerten sich aber zig Leute darum, dass ich noch ein Bett finden wuerde. Und so landete ich dann in einem Appartement mit 4 Betten auf 2 Etagen. Logisch, dass ich mich in jedes einzelne Bett einmal geworfen habe - schliesslich musste ich diesen ungewohnten Luxus voll auskosten.

Am naechsten Morgen nahm ich noch alle Proebchen und Beutelchen mit, die man als Mensch-auf-Reisen-mit-Minimalgepaeck so gebrauchen kann und liess mich zurueck zum Flughafen kutschieren - auf dem Weg dorthin ueberholte uns Spott in seinem Hotelflitzer, er sah auch bei Tageslicht nicht vertrauenswuerdiger aus. Dort gab es ein Fruehstueck bei McDoof, einen Anruf beim Hostel mit der besten Bewertung und die ernuechternde Erkenntnis, dass 24H-Airport-Shuttle eben auch heissen kann, dass man von Bus zu Bus springt, die Stadt kennenlernt und 2 Stunden spaeter auch mal am gewuenschten Ort ankommt. Naja, das "City Garden Lodge" ist dafuer wirklich schnucklig. Eine kleine Villa, die einmal der Koenigin von Tonga gehoert hat, mitten in Parnell. Mit wirklich suessen Zimmern und einem schoenen Garten. Leider treffen sich dort nicht nur Leute aus aller Welt - sondern vor allem Deutsche. Von denen aber immerhin die Interessanteren.
Nach dem Einchecken hab ich mich erstmal quer durch das Viertel geschleppt. Hey, ne grosse Stadt schreckt mich nicht, aber ich hatte wirklich keine Berge erwartet. Entweder laeuft man knallhart bergab (und die Schienenbeine melden sich) oder knallhart bergauf (und der Rest der Beine freut sich). Anstrengend!

Wie auch immer, so hab ich immerhin einen ersten Ueberblick ueber die Stadt und einen Eindruck vom Wetter bekommen: Wechsel im Viertelstundentakt - Sonne, Wolken, Regen, Sonne, Wind. Also - Anziehen, Ausziehen oder Schwitzen!
Am Abend fanden sich dann alle im Kamin-und Lesezimmer der Villa an. Naja, vielleicht liest einer von 20 Leuten, der Rest ist am Erzaehlen und Tipps geben. Gerade ist das grosse Autokauffieber ausgebrochen...
Am Sonntag zog ich dann mit Daniela schon um 08:00 Uhr los zum grossen Automarkt - sie hat schon das perfekte Auto, kam aber mit, um sich mein Entscheidungswirrwarr mal geben zu koennen! Allein der Weg dahin waere einen ganzen Bloggereintrag wert. Zum einen stellte sich der schicke Bahnhof, den wir auf unserem langen Weg den Berg hinab immer als unser naechstes Ziel angesehen haben, als nobles Hotel heraus - und damit war der erste der einmal-stuendlich-fahrenden Zuege schon weg. Nach zig weiteren Wanderminuten sassen wir endlich im Zug und hatte keine Ahnung, wo wir aussteigen sollten. Die wirklich extrem liebe Kontrolleurin gab uns dann einen Tipp - leider war der falsch und so sahen wir die Automassen am Horizont verschwinden! Deswegen bat sie uns eindringend, einfach um Zug sitzen zu bleiben und zu warten, bis wir auf dem Rueckweg an der richtigen Station vorbeikommen wuerden, um unsere Tickets sollten wir uns nicht sorgen. Okay, so fuhren wir noch ne kleine Runde. Irgendwann kamen wir dann auch auf dem Automarkt an. Nicht, dass es keine Auswahl gegeben haette - aber erstens bin ich ja kein Freund spontaner Entscheidungen und zweitens muss man erstmal wissen, was man denn so fuer sein Geld bekommen kann. Also diente der Ausflug wohl eher einer kleinen Marktanalyse.

Naja, und so such ich eben noch immer nach DEM passenden fahrbaren Untersatz. Aber ich bin ja auch erst 3 Tage in der Stadt - und keine Sorge, das NORTH-Schild ist nicht von mir.
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Und hier ist meine neue Handynummer: +64-021-1100425
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