11. Februar 2007

048 - Fox Glacier - Wanaka - Sandflies

Also man kann ja Plaene machen wie man will, aber wenn das Strassennetz auf dieser Insel und das Zeitkontingent dagegen sprechen, dann muss man eben auch mal alles ueber den Haufen schmeissen. Wir sind also nicht auf dem Weg zu den Milford Sounds.





Das waere einfach nur wildes Kilometerschrubben und die volle Hetze gewesen, nur um dann wahrscheinlich inmitten von Busladungen voller dickbaeuchiger Touris die Schoenheit der Natur suchen zu muessen. Nein Danke, nicht mit uns. Dann doch lieber in aller Ruhe durch die Waelder streifen und dort verweilen wo es schoen und einsam ist.


Nachdem "DayOff" trafen wir uns am Freitag alle wieder in Franz-Josef-Glacier Village. Und alle waren happy! Als es dann endlich wieder auf die Strecke gehen sollte, gab der Fred ploetzlich keinen Ton mehr von sich.



Wegen dem Mistwetter mussten Dani und ich - die anderen 5 hatten uebrigens prallen Sonnenschein - den ganzen Tag ueber mit Licht fahren und das blieb dann wohl auch ueber Stunden parkend an. Naja, und da war dann kein Funken mehr aus der Batterie zu holen. Wenn 3 Kerle vor einem stummen Wagen stehen, gibt es Ideen ohne Ende. Zuerst haben wir es also mit Anschieben probiert, und weil da alle mit anpacken mussten, gibt es davon keine Bilder. Aber ich sag nur soviel: vergebens.



Also gab dann der Sammy von Mel und Birgit den entscheidenden Funken und Dani drehte von da an mit Fred muntere Runden durch die Gegend.

Weit gekommen sind wir an dem Abend dann aber doch nicht mehr. Warum auch? Wir fanden einen coolen Platz zum Campen, direkt zwischen dem Franz-Josef- und dem Fox-Gletscher, direkt am Fluss.




Einzig stoerend waren die verdammten Sandflies. Diese Biester sind so klein, dass man sie kaum wahrnimmt, aber die beissen soooo mies, dass man noch Monate spaeter seine Wunden interessierten Mitmenschen zeigen kann. Und wir haben wirklich alle unser Leid zu klagen. Man kann sich gar nicht so sehr einschmieren - womit ueberhaupt, keines der Wundermittel hier am Markt scheint zu helfen - oder verkleiden, wie es angebracht waere.


Am naechsten Morgen haben wir uns trotzdem noch die Zeit und Geduld genommen, am mittlerweile ueber die Nacht ausgetrocknetem Flussbett zu fruehstuecken.


Dann sind wir noch ein kleines Stueck bis zum Fox-Galcier gefahren. Auch hier konnte man ziemlich nah an die Gletscherzunge rankommen.




Aber um ehrlich zu sein, den Franz-Josef-Glacier fand ich beieindruckender. Aber so ein Gruppenbild zu 7t ist eben auch nicht schlecht, und ausserdem hatten wir nun auch wieder Sonne statt Regen.



Nach dem kleinen Ausflug ins Kalte sind wir die Westkueste weiter Richtung Sueden gefahren, und ueberall wo es schoen war, haben wir einen Stop eingelegt. Unser naechsten Camp lag dann wunderschoen gelegen zwischen den Bergen, in der Naehe vom Lake Wanaka.



Es waere eine Schande gewesen, weiterzufahren, aber es war irgendwie auch ein Fehler dazubleiben. Denn an diesem idyllisch anmutendem Ort gab es Horror-Sandflies.


Keine Chance! Die Viecher waren in Massen da und stuerzten sich auf uns als haetten sie seit Tagen keine anderen Opfer gefunden. Wirklich Horror! Wer konnte und wollte hat sich deswegen vermummt:
Und nur um das Ausmass mal deutlich zu machen: das hier sind ca. 500 Exemplare der kleinen Mistviecher:



Das sind die Spuren, die die Biester hinterlassen - ca. 28 Stiche an nur einem Fuss, fair ist das nicht!





Und das sind die Spuren, die die Biester an den Scheiben vom Fred hinterlassen haben, nachdem wir mit chemischen Keulen arbeiten mussten - traurig!

Heute frueh, als Dani und ich und die anderen die Autos oeffneten, sprangen die Viecher wieder auf uns - unbeirrt des Sandflyfriedhofs im Auto - wir haben also einfach nur das Weite gesucht. Unglaublich, wie schnell man alles zusammenpacken kann, wenn man so unter Beschlag genommen wird.

Und so landeten wir heute in aller Fruehe in Wanaka. Der Ort selbst ist schon sehr schoen gelegen, aber es wimmelt auch hier ziemlich von Leuten. Egal, wir werden Stunden an Rechnern verbringen um all unsere Speicherkarten zu brennen und Platz fuer neue Bilder zu machen.

Denn - und das steht jetzt fest - morgen geht es fuer mehrere Tage zum Lake Pukaki. Bin ja mal gepannt, wie das so mitten im Nirgendwo werden wird. An Wasser mangelts dort wenigstens schon mal nicht. Und dort werden wir auch endlich den Renne treffen, er kommt dann das ganze Stueck von Blenheim aus zu uns, damit wir dann in kompletter Sonnenblumenbesetzung nach Stewart Isalnd uebersetzen koennen...

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