9. Februar 2007

047 - Broken River - Kalksteinhoehle - Arthur's Pass - Punakaiki - Franz Josef Glacier

Christchurch haben wir am Montag natuerlich erst am fruehen Abend verlassen, wie immer eigentlich! Ab ging es Richtung Arthur's Pass. Hauptsache raus aus der Stadt. Kurz vorm Sonnenuntergang fanden wir dann unser Camp mitten im Gruen, direkt am Broken River. Hier hatte Max sein Weihnachten verbacht. Und auch wir anderen fuehlten uns sofort wohl. Zur Kroenung des "on-th-road-feelings" gabs Folienkartoffeln, Maiskolben und Wein am Lagerfeuer. Was kann schoener sein!




Am Dienstag stand dann endlich mal wieder eine Hoehlentour an. Diesmal ging es zur Kalksteinhoehle im Cave Stream Scenic Reserve. Wunderbar gelegen.

Und gleich am Eingang der Hoehle erwartete uns ein ziemliches Wasserloch. Also einfach rein mit den Boots, die Luft anhalten und drauf hoffen, dass es sich irgendwann nicht mehr so kalt anfuehlt. Ich war dann mal eben ganz schnell bis zur Guertellinie nass. Der Rest war dann fast ein Spaziergang!


In der Hoehle selbst waren leider noch jede Menge andere Leute unterwegs, das hat uns ein bissel was von der Einmaligkeit genommen, aber was will man machen. In Neuseeland ist der Sommer angekommen und das heisst, es ist Saison. Der Kalkstein bildete dem Trubel zum Trotz unheimlich schoene Formen aus, und ab und zu gab es sogar Kuhlen zum Entspannen!


Am Ende mussten wir noch einen ca. 3 Meter hohen Wasserfall erklimmen. Okay, ich will ehrlich sein, es gab zum Glueck ein paar Tritte...



Draussen bei Tageslicht waren wir alle happy und ziemlich nass - aber was soll's, die Sonne lachte vom Himmel und so ging es dann gleich weiter zum naechsten Bach!







Und irgendwann waren wir dann wieder in unserem kleines Paradies.

 
Und zur allgemeinen Freude hat sich einer der dreisten Bergpapageien in unserer Abwesenheit um unsere im Bach zur Kuehlung liegende Milch gekuemmert: einfach die Plastikflasche zerhackt und sich mit seiner langen Zunge bedient.

 
Der Mittwoch startet dann fast wie ein "Frauentag". Waehrend wir noch in den Betten hingen, versuchten sich die Jungs am Fruehstueck machen (nicht dass sie sonst nicht auch anpacken wuerden, aber sooo frueh wach sind sie selten).


Und als dann alles wieder in den Autos verstaut war, machten wir uns auf den Weg zum Arthur's Pass. Quer durch die Schluchten. Herrlich. Unsere kleine Wanderung auf halbem Wege endete dann ein wenig frueher als erwartet, keine Sorge es ist absolut nix passiert, wir hatten uns lediglich mal wieder im Timing verschaetzt. Egal, so sind wir dann eben weiter in Richtung Westkueste gefahren, die Landschaft hatte ja auch so einiges zu bieten.
 

In Punakaiki kannte Max mal wieder einen Geheimtipp, er weihte uns in die traumhafte Anlage des Te Nikau Retreat ein. Dort stehen kleine Huetten mitten im schoensten Regenwald, die Geraueschkulisse ist irre, das Gruen satt. Aber wir hatten kaum Zeit uns umzusehen, Max schleppte uns weiter zum Strand. Und dort bot sich uns ein fantastisches Farbspektakel.

 
Auf der Meerseite ging gerade die Sonne unter. Fett!

 

Und auf der Landseit zeigte sich einer dicker Regenbogen! Fett! Wir wussten gar nicht genau, wo wir zuerst hingucken sollten, so schoen war es.

 

Letztlich haben wir uns auch erst wieder auf den Weg zurueck ins Hostel gemacht, als es anfing zu regnen. Wir Weiber haben uns dann glatt ne kleine Runde im Dickicht verlaufen und sind so mal eben den Truman Track gelaufen. Auch nicht schlecht. Raus kamen wir an der Strasse und dort konnten Dani und ich nochmal "Sternegucken".



Am Donnerstag haben wir dann alle beschlossen, mal einen Wunschtag einzulegen. Und so blieben die Jungs noch eine Nacht laenger in Punakaiki um sich den Wellen hinzugeben, Birgit und Mel machten Station in Hokitika um was aus Jade zu schnitzen und Dani und ich bretterten mit dem Fred bis nach Franz Josef Village um endlich mal eine kleine Bergwanderung in Angriff zu nehmen.



Die Sonne lachte vom Himmel. Und mit uns waren wohl auch massig andere auf die Idee gekommen und so hatten wir wirklich Schwierigkeiten einen Stellplatz fuer die Nacht zu bekommen. Einzig der Top10 Holiday Park im Ort gab uns Obdacht, aber fuer einen mehr als unverschaemten Preis. Egal, wir wussten ja wofuer!

Dani und ich hatten auch heute aber wieder Pech mit unserer Wanderung. Gegen 04:00 Uhr nachts bebte der Fred regelrecht, weil ein Regenguss runterging, der wirklich nicht mehr feierlich war. 



Und bis zum Morgen wurde es nur unwesentlich besser. Wir sind trotzdem wandertechnisch frueh aufgestanden, um dann an der Info zu erfahren, dass der Robert Point Track, den wir eigentlich machen wollten, wegen Erdrutschen geschlossen wurde. Okay, so haben wir eben einen anderen Weg gewaehlt und sind trotz aller widrigen Umstaende bis zum Gletscher vorgedrungen, ueber Stock und Stein und Eis.










Jetzt warten wir auf die anderen, die ihren "DayOff" entweder am Strand oder Jade schnitzend verbracht haben, und dann machen wir uns auf den Weg zu den Milford Sounds. Hier auf der Suedinsel ist eben doch alles ein wenig weitlaeufiger...

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