Dass ich bei all der Planung so einiges riskiert habe, zeigte spaetestens die Meldung der erneuten Evakuierung des sogenannten Prestigeobjektes am Nachmittag und die Tatsache, dass auf eben dieses Gleis irgendwann auch Scherben rasselten - zum Glueck aber alles erst nach meiner Abreise. Und man kann ja sagen was man will ueber die DB und ihre Servicequalitaeten, bis nach Frankfurt haben sie es immerhin mit einer nur 5-minuetigen Verspaetung quasi puenktlich geschafft. Zum Flughafen war es dann nur noch ein Stueck mit der S-Bahn und schon auf dieser kuerzen Strecke durfte ich Bekanntschaft mit einem netten Einheimischen machen, der mir netterweise aber jede Menge von seiner tollen Zeit in Berlin berichten wollte...
Weniger Glueck hatte ich dann beim dem Typen am CheckIn. Irgendwie schien der mir und meinem Rucksack und vor allem meinem Wunsch nach einem Gangplatz nicht wohlgesonnen zu sein. Aber ich will mich nicht beschweren, trotz aller Grummelei sind sowohl ich als auch mein Gepaeck gluecklich in Christchurch angekommen. Und auf dem relativ kurzen Huepper bis nach Dubai hatte ich immerhin auch ganze 2 Sitzplaetze fuer mich allein. Die 5 Stunden Aufenthalt in Dubai vergingen dann auch mindestens so schnell wie 4 Stunden: erst hatte ich das dringende Verlangen mich zu all den schlafenden Menschenknaeuln auf den Boden zu legen, aber irgendwann stand ich dann zwischen lauter anderen Gestrandeten. Eva, Marten, Oli & Co mussten auch so lange ausharren und da haben wir eben zusammen ueber den naechtlichen Trubel gestaunt. Und die naechsten 24 Stunden im Flieger hab ich dann mit Max - einem Frankfurter Honigpraktikanten aus Berlin - verbracht. Der hatte den von mir gewuenschten Gangplatz ergattert und musste nun damit leben, dass ich regelmaessig meine Beine vertreten wollte. Aber keine Sorge, ich hab bestimmt 7 Stunden des Fluges verpennt... es war also nur halb so wild!
Um 13:30 Uhr Ortszeit war dann das Schlimmste ueberstanden. Vom Flieger aus bot sich ein irrer Blick ueber Neuseelands Suedinsel. Das konnte ich immerhin dank des Bord-Entertainment-Systems und der Kamera vorne beim Piloten erahnen... Was so alles geht! Der Zoll bescherrte mir dann nicht nur das erwartete Touristen-, sondern wieder ein Work-and-Travel-Visum aber das werde ich diesmal wohl noch weniger nutzen als beim letzten Mal. Das steht schon mal fest! Den Rest der Sicherheitfragen konnte ich dann auch fast ohne schlechtes Gewissen beantworten - ich sag mal nur: Haribo!
Naja, und dann ging es ganz schnell mit dem Bus in die City und dann ins bekannte "Charlie B." - hier hatte ich irgendwann im November meine letzte Nacht in Neuseeland verbracht, warum also nicht auch die erste. Und als ich dank warmer Dusche endlich wieder ein Mensch war, hab ich mich noch ein paar Stunden durch die Stadt getrollt: alle Telefonkarten auf den neuesten Stand gebracht, das Ticket fuer Freitag gebucht und was zum Essen gesucht. Um 18:00 Uhr war ich dann aber absolut k.o. und hab mal eben 12 Stunden Schlaf eingeleitet. Bestens!
Heute hatte ich dann schon ein Blind-Date. Flotti, nicht was du denkst, sorry! Und zwar hab ich mich mit der Tochter vom "Blumenkoerbchen" getroffen, also DEM Blumenladen im Boetzowviertel fuer diejenigen, die jetzt gar nichts verstehen. Fuer die Julia sollte ich naemlich ein Kochbuch mit nach Neuseeland bringen. Und so waren wir locker am Cathedral-Square verabredet. Super, wenn man keine Ahnung hat wie der andere aussieht und so sassen wir auch erstmal ein paar Minuten auf verschiedenen Baenken... irgendwann klappte es dann aber doch noch mit einem Kaffee und einem Schnack in schoenstem Berliner Slang! Die Welt ist eben och nur n Dorf, ne?!
Tja, jetzt werde ich noch 1,5 Tage hier in Christchurch zubringen, mich meinem Jetlag hingeben, die Augenringe bekaempfen und morgen Abend vielleicht noch mit Julia ein Bierchen kippen und dann setze ich mich am Freitag in den Bus nach Dunedin. Dort werde ich endlich einen Grossteil der "Sonnenblumenfraktion" wiedersehen, und wenn die sich nur halb so doll freuen wie ich mich, dann wird das ein riesiges Hallo!
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