War ja eigentlich klar: wenn wir uns aufs Wandern freuen, dann muss uns das Wetter mal wieder einen Strich durch die Rechnung machen. Und so landeten wir zwar wunderschoen gelegen im Te Urewera National Park, aber es war einfach nur kalt! Am Abend - bei der einzig moeglichen Ablenkung, dem Kochen - versuchte sich eine Truppe von neuseelaendischen Fischern am Planen von moeglichen Wandernrouten fuer uns. Eine Moeglichkeit klang verlockend: raus mit dem Schiff auf die andere Seite des grossen Sees und dann n Stueck wandern um irgendwo wieder von den Leuten aufgesammelt und ins Camp gebracht zu werden - aber letztlich erschien den wettererprobten Maennern das Risiko zu gross, dass wir die Strecke nicht planmaessig bewaeltigen koennten, weil der Track mit Ueberraschungen aufwarten koennte und dass wir dann eventuell spontan im Wald uebernachten muessten. Und so ueberzeugten sie uns von einer Tagestour rund ums Camp. Aber erstmal sollten wir den neuen Tag abwarten.
Klar, kein Thema! Ich hab die ganze Nacht quasi nix anderes gemacht als auf den neuen Tag zu hoffen. Es war schweinekalt! Da helfen dann auch Schlafsack, Decken und warme Gedanken nicht mehr viel, wenn draussen der Winter Einzug haelt. Ich uebertreibe nicht, wenn ich behaupte, wir hatten in der Nacht Minusgrade. Und entsprechend schlecht kamen wir am naechsten Morgen in die Gaenge - selbst ne heisse Dusche kann weh tun, wenn sie mit einem wandelnden Eisklumpen in Kontakt kommt.
Als wir etwas gefrustet vom Hofe fuhren, riefen uns die Fischer noch nach, dass wir das einzig Richtige tun wuerden, sie haetten ihre Angeltour auch abgebrochen. Und so schlichen wir mit unseren Vans quer durch den Nationalpark, vorbei an allen moeglichen Wanderrouten. Fuer die 150 Kilometer bis zum Kuestenstaedtchen Whakatane brauchten wir geschlagene 5 Stunden. Nicht, weil wir alle paar Meter tolle Bilder machten. Nicht, weil wir ein Picknick nach dem anderen veranstalteten. Nein, weil die Strassen einfach kein schnelleres Fahren zuliessen. Immer wieder kamen wir an Erdrutschen und umgekippten Baeumen vorbei. Und der Regen konnte sich auch nicht entscheiden, ob er nun zu Hagel oder Schnee mutieren sollte...
Egal, nun sind wir in Whakatane, die Sonne scheint und es windet! Das ist doch immerhin schon was! Und hier bleiben wir zur Sicherheit einfach mal 3 Tage - bevor wir uns vielleicht ins naechste National-Park-Abenteuer stuerzen *grins*
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen