Mittwoch, März 07, 2007
Dienstag, Februar 27, 2007
Back in Berlin
Während Dani und ich noch schnell das gute German Rye beim Pak´N`Save besorgten, legten die Jungs schon mal mit dem kreativen Chaos in der Küche los. Bestens! Unter Maxens Anleitung gab es wieder den Abschiedsauflauf, genauso lecker wie damals Ende November im „Kiwiana“ in Takaka, diesmal eben im „Jailhouse“ in Christchurch. Und auch dieses Mal wollte der Abend nicht enden, hier n Glas Wein, dort n Schnack, eine letzte Gute-Nacht-Zigarette aus der Lucke vom Fred und dann blieben uns genau noch 4 Stunden Schlaf...
Am Sonntag hab ich dann schnell meine sieben Sachen gepackt, man braucht ja nicht viel, aber so ein Rucksack ist immer knackevoll. Nach dem Frühstück – wieder in aller Dekadenz – düsten Dani und ich noch schnell zu einem Fotoladen. Dort haben wir in Windeseile die gemeinsame Zeit optisch Revue passieren lassen (immerhin waren es nun insgesamt 14 Wochen auf der Piste in Neuseeland, 24 Stunden gute Laune mit endlos schönen Momenten, da kommen so einige Bilder zusammen) und die schönsten Bilder für den Himmel im Fred bestellt. Damit sie demnächst mit einem noch breiteren Grinsen aufwacht...
Tja, und dann gab es nur noch einen schnellen letzten Kaffee und schon stand die letzte Fahrt an. Zum Flughafen. Keine Ahnung, wie oft wir das mit den Abschieden nun schon hinter uns haben, wir haben uns jedenfalls noch immer nicht dran gewöhnt. Zwischendurch klingelten Mel und Birgit beim Renne durch, der meinte dann nur, die würden schon wieder arbeiten, irgendwo bei Queenstown. Was soll ich sagen – ich wurde mal wieder verarscht. Denn kaum hatte ich das Flughafengebäude mit meiner Meute betreten, pirschten sich die Beiden von hinten an. Sie haben nach nur einer Stunde Schlaf die komplette Strecke Queenstown-Christchurch abgerockt, nur um noch mal schnell „Tschüß“ zu sagen. Wie cool ist das denn?! Die Überraschung war perfekt.

Eine letzte Kippe im Grünen (in der prallen Sonne, der Sommer hat Neuseeland wohl endgültig erreicht) und dann die Verabschiedung. Renne stimmte zögernd die ersten Zeilen von Heino an, aber da war ja keiner von uns textsicher. Und Lichthupe ging auch nicht, also mussten wir wohl oder übel mit fetten Umarmungen Abschied nehmen. Ich hasse es! Aber zum Glück kann man ja ganz viel mitnehmen: Erinnerungen und das Versprechen, sich irgendwie, irgendwann und irgendwo wieder zu sehen!
Die Flüge Christchurch-Sydney-Dubai-Frankfurt waren eigentlich ganz okay. Ich hab sogar mal 11 Stunden am Stück gepennt, Premiere in 5 Wochen Urlaub! Und dann hatte ich sogar noch Zeit für 2 Filmchen. Blöderweise stand ich dann aber in Frankfurt ewig am Gepäckband, so dass ich den ICE mal eben um 3 Minuten verpasste. Egal, so hab ich mir noch schnell was Dunkles vom Bäcker geholt (German Rye ist in Neuseeland eben auch nur etwas dunkleres Wabbelbrot, da kann man schon mal was vermissen) und einen Kaffee gezogen. Herrlich, mit einem Schlag holte mich die Freundlichkeit Deutschland wieder ein! Willkommen zuhause, willkommen im Leben!
Gegen 19:30 Uhr – also nach mehr als 38 Stunden quer über die Welt – stolperte ich aus dem Zug. Welch ein Hallo! Mensch, ich war doch nur 5 Wochen im Urlaub, aber mich erwartete ein regelrechtes Empfangskomitee: meine Ellis, meine Oma, Herdis und Judith, Nani und Bernd. Wenn das nix ist. Wir sind dann noch schön was Essen gegangen und als ich dann irgendwann mal in meine Bude kam, staunte ich nicht schlecht. Herdis muss wie ein Wirbelwind alle Spuren des Chaos beseitigt haben, vielleicht war sie in ihren ersten Wochen in Berlin aber auch einfach nie at home.
Logisch, wir haben noch ziemlich lange gequatscht und gegen Mitternacht sogar noch im „Jailhouse“ angerufen – Dani, Renne, Max, Jan und Mirco wollten sich gerade über ihr Müsli hermachen! Na dann, Guten Appetit und bis ganz bald!
Samstag, Februar 24, 2007
Erdmaennchens Fahrt von Invercargill nach Christchurch
Heute Abend steht nun der Abschied an, Max wird was Gutes kochen und wir werden die Flaschen kreisen lassen. Morgen gegen 18:00 Uhr gehen dann 5 ganz besonders tolle Wochen zu Ende *help*! Aber ein Wiedersehen ist gewiss!!
Stewart Island
Gepennt haben wir in der kleinen Huette, hatten mal wieder was von Massenschlafsaal mit akustischen Einlagen und die Luft war vielleicht auch n bissel verbraucht.
Am Sonntag ging es dann weiter. Diese Etappe klang eigentlich ganz laecherlich. 11 Kilometer sollten doch wohl locker zu schaffen sein, wenn man schon um 10:00 Uhr auf der Piste ist. Wir hatten ja keine Ahnung, was uns erwartete, vielleicht war das auch ganz gut so. Denn ziemlich schnell wurde aus den Stegen durch den Busch - die verzugsweise bergauf fuehrten - kleine Trampelpfade, die immer matschiger wurden. Zusaetzlich schuettete es von oben. Eigentlich waren wir ganz schnell ganz schoen nass.
Was waren wir froh und stolz, als wir endlich die Huette am Freshwater Landing erreichten.
Der Name des Huts laesst ja einiges vermuten, aber da wurden wir enttaeuscht. Nix mit Dusche oder so, nein Erfrischung an der Regentonne hinterm Haus war angesagt, aber egal! Immerhin gab es einen Ofen und der wurde ordentlich eingeheizt, damit unsere stinkenden Klamotten bis zum naechsten Morgen trocknen konnten.
Wir haben gepennt wie die Murmeltiere!
Am Montag waren wir uns dann alle einig, dass wir unseren Plan ein wenig umwerfen wuerden. Die letzte Etappe bis zur MAson Bay wollten wir natuerlich noch laufen - schlimmer konnte es ja auch nihct mehr werden - aber wir wollten nicht wieder zurueck nach Oban quaelen. Also haben wir noch zo lange mit dem Aufbruch gewandert, bis die Fluit und damit das Wassertaxi kam. Das haben wir dann fuer den Donnerstag schon mal vorbestellt. Im Uebrigen ersparen sich die meisten Stewart Island Besucher die Hammeretappe durch den Matsch und lassen sich entweder gleich bis zu den Kiwis einfliegen oder laufen nur das letzte Stueck. Und einer der Typen, die mit uns auf der Huette waren meinte, so eine Strecke habe er auch noch nie im Leben meistern muessen. Diese Infos nur mal am Rande und zum besseren Verstaendnis.
Wie auch immer, die letzten 15,5 Kilometer waren dann ein regelrechter Spaziergang. Die Ruecksaecke waren kaum noch zu spueren und die Landschaft belohnte uns bei jedem Schritt mit atembarubenden Weitblicken.
Und das erste Kiwitreffen gab es auch schon. Jan und Mirco waren uns anderen ein wenig voraus und trafen am Wegesrand auf einen der seltenen - flugunfaehigen - Voegel. Das Vergnuegen dauerte nur wenige Sekunden, weil sich Mirco wohl vor Lachen nicht halten konnte. Aber egal, nun wussten wir immerhin, dass der Weg nicht umsonst war! Die Huette in der Mason Bay gab dann noch genau 6 Betten her, perfekt! Und es gab einen Ofen und mal wieder Nudeln! Den ersten Abend haben wir ganz entspannt verbracht.
Den naechsten Tag eigentlich auch. Die Sonne schien, wir mussten nicht laufen, also ging es am an den Strand.
Zum Abschied von der Mason Bay sind wir nachts nochmal an den Strand gegangen, und auch wenn ich Gefahr laufe, mich zu wiederholen: da war er wieder, einer der perfekten Momente: ein Kiwi, ein gigantischer Sternenhimmel ueber uns, das rauschende Meer und dann eine Sternschnuppe! Was kann man mehr wollen?!
Am Donnerstag ging es dann wieder entspannt ueber die Ebene zurueck zur Freshwater Landing Hut. Nach einem kurzen Mahl, zubereitet auf dem Steg, kam dann gegen 16:30 Uhr endlich das Wassertaxi. Die Fahrt hatte es in sich, der Typ war so klein, dass er kaum ueber das Steuer gucken konnte, die Wellen waren dagegen ziemlich beeindruckend und unser Zeithorizont verdammt eng. Wir hatten in Oban noch viel vor: einen Kaffee trinken, den Supermarkt stuermen, Tabak kaufen und dann die Faehre zureuck aufs Festland besteigen! Hey und was soll ich sagen: wir haben es geschafft!
Wir waren auf Stewart Island! Und wir haben Kiwis gesehen!!
Freitag, Februar 16, 2007
Lake Pukaki
Puh, das waren mal gaaanz entspannte Tage am Lake Pukaki.
Max hatte uns schon so sehr von diesem traumhaften Platz vorgeschwaermt und dann wurde es wahr: tuerkisblauer Gletschersee vor dem Mount Cook.
Und wir waren in dieser Wildnis total alleine.
stand neben Chillen, Kochen, Lesen, wieder Abhaengen, Baden oder Keuling,
Sonnenblumenmalen (oder in diesem Fall wohl eher Fingerpainting),
am Lagerfeuer sitzen und leckeren Lachs von der "hoechst gelegenen Lachsfarm der Welt" verspeisen,
dem schon bekannten Zaehnerubbeln (sorry, wir koennen da einfach nicht von lassen!)
nicht viel auf dem Programm - aber es war super!
Und der Renne ist seit gestern nun auch wieder mit dabei - quasi Sonnenblumenfraktion in Gruendungsfarmation plus Neumitglieder. Welch Freude, Freundchen! Und endlich konnte ich unseren "Wanderpokal" zurueckgeben...
Dafuer hiess es heute Abschiednehmen von Birgit und Mel, die Beiden versuchen ihr Glueck auf dem Festland.
Wir dagegen machen uns nun startklar fuer ein Leben aus dem Rucksack (und nicht im Auto), es geht fuer 6 Tage rueber nach Stewart Island, wir wollen zur Mason Bay wandern um dort hoffentlich ein paar drollige Kiwis zu sichten. Von eventuellen Erfolgen werdet ihr in einer Woche hier erfahren. Drueckt uns die Daumen!

Sonntag, Februar 11, 2007
Fox Glacier - Wanaka - Sandflies
Nachdem "DayOff" trafen wir uns am Freitag alle wieder in Franz-Josef-Glacier Village. Und alle waren happy! Als es dann endlich wieder auf die Strecke gehen sollte, gab der Fred ploetzlich keinen Ton mehr von sich.
Weit gekommen sind wir an dem Abend dann aber doch nicht mehr. Warum auch? Wir fanden einen coolen Platz zum Campen, direkt zwischen dem Franz-Josef- und dem Fox-Gletscher, direkt am Fluss.
Nach dem kleinen Ausflug ins Kalte sind wir die Westkueste weiter Richtung Sueden gefahren, und ueberall wo es schoen war, haben wir einen Stop eingelegt. Unser naechsten Camp lag dann wunderschoen gelegen zwischen den Bergen, in der Naehe vom Lake Wanaka.
Und so landeten wir heute in aller Fruehe in Wanaka. Der Ort selbst ist schon sehr schoen gelegen, aber es wimmelt auch hier ziemlich von Leuten. Egal, wir werden Stunden an Rechnern verbringen um all unsere Speicherkarten zu brennen und Platz fuer neue Bilder zu machen.
Denn - und das steht jetzt fest - morgen geht es fuer mehrere Tage zum Lake Pukaki. Bin ja mal gepannt, wie das so mitten im Nirgendwo werden wird. An Wasser mangelts dort wenigstens schon mal nicht. Und dort werden wir auch endlich den Renne treffen, er kommt dann das ganze Stueck von Blenheim aus zu uns, damit wir dann in kompletter Sonnenblumenbesetzung nach Stewart Isalnd uebersetzen koennen...
Freitag, Februar 09, 2007
Broken River - Kalksteinhoehle - Arthur's Pass - Punakaiki - Franz Josef Glacier
In der Hoehle selbst waren leider noch jede Menge andere Leute unterwegs, das hat uns ein bissel was von der Einmaligkeit genommen, aber was will man machen. In Neuseeland ist der Sommer angekommen und das heisst, es ist Saison. Der Kalkstein bildete dem Trubel zum Trotz unheimlich schoene Formen aus, und ab und zu gab es sogar Kuhlen zum Entspannen!
Am Ende mussten wir noch einen ca. 3 Meter hohen Wasserfall erklimmen. Okay, ich will ehrlich sein, es gab zum Glueck ein paar Tritte...Draussen bei Tageslicht waren wir alle happy und ziemlich nass - aber was soll's, die Sonne lachte vom Himmel und so ging es dann gleich weiter zum naechsten Bach!
Dani und ich hatten auch heute aber wieder Pech mit unserer Wanderung. Gegen 04:00 Uhr nachts bebte der Fred regelrecht, weil ein Regenguss runterging, der wirklich nicht mehr feierlich war.
Sonntag, Februar 04, 2007
Christchurch - Wieder ein Abschied
Und Herdis bekam noch eine Ladung Erinnerungen mit auf den Weg!
Und irgendwann haben wir uns wieder in aller Ausfuehrlichkeit dem "Schwedenspiel" hingegeben. "Maexchen" in Auckland war schon heftig, aber das Stimmungspiel hier ist um einiges haerter, vor allem weil permanent neue (kreative) Regeln hinzukommen, die kaum noch einer peilt. Aber Spass hats gemacht. Und die Beschwerden wegen zu lauten Lachern - weil man einfach bloede aussieht, wenn man mit zugehaltener Nase trinken muss oder sich an den Kopf schlaegt und komische Laute ausruft - hielten sich diesmal irgendwie auch in Grenzen.
Am Ende gab es wieder ein Zaehnerubbeln vor dem Jailhouse - was sein muss, muss sein!
Heute Frueh haben wir uns alle verdammt tapfer aus den Betten gequaelt und ein tolles Fruehstueck gehabt - tja und dann mussten wir Herdis auch schon zum Flughafen bringen. Welch ein Abschied: mit 7 Freunden zum Checkin, nicht schlecht!
Den Rest des Tages haben wir mit nuetzlichen Dingen verbracht: die Jungs haben den Jochen komplett auf den Kopf gestellt, damit wie durch ein Wunder nun alle 3 mitfahren koennen - Respekt! - und ich bin in den Fred eingezogen. Morgen werden wir uns mit allem Noetigen fuer ein paar "wilde" Tage am Arthurs Pass ausruesten und uns dann bis an die Westkueste vorarbeiten.









































